Neu erschienen im Verlag Lambert Schneider Imprint der Wissenschaftlichen Buchgesellschaft Darmstadt
| | | | | Ebenfalls ab Herbst 2010 die Hörbuchversion! | Beide waren Pioniere, beide Wegbereiter der Aufklärungsideale von Toleranz und Gleichberechtigung. Lessing: der geniale Literat, der Mensch ohne Vorurteile. Er trat mit Leidenschaft und Weitblick für die höchsten bürgerlichen Freiheitsrechte ein. Mendelssohn: der geistig Hochbegabte, der sozial Benachteiligte. Er wurde zum berühmten „Weltweisen“ und zum Mentor für die Besserstellung der überall verfemten jüdischen Bevölkerungsgruppen. Sie trafen im Alter von 25 Jahren im hellwachen friderizianischen Berlin des Jahres 1754 zusammen. Sie beflügelten einander im endlosen Disput, sie schlossen eine lebenslange Freundschaft, die sie nicht nur als persönliche Bereicherung, sondern auch als Beginn deutsch-jüdischer Verständigung erlebten – und öffentlich vorlebten. Ihre gemeinsam entwickelten Entwürfe für eine humane Gesellschaft, in der nicht nur die Barrieren zwischen Christen und Juden, sondern alle menschenfeindlichen Barrieren einer besseren Einsicht weichen, durchliefen verschiedene Stadien des Erkennens. Ihre Biografien und Arbeitsgebiete zeigen vielfältige Verbindungslinien, ihre kühnen gedanklichen Vorstöße entwickelten sich kontinuierlich zu globalen Friedensvisionen. Die mahnende Erinnerung an die Verbrechen der deutschen Vergangenheit darf nicht verstummen. Genauso wichtig ist es allerdings, dass wir unsere wegweisenden Glücks-Geschichten erzählen. Geschichten über das spannende Zusammenwirken von Menschen mit verschiedenen Traditionen und gleicher Versöhnungsbereitschaft. Sie sind Leuchtspuren aus der Vergangenheit in die Zukunft. |